Feb 12

Was ist eigentlich dieses „Facility Management“?!

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Seit 2009 bietet die MB Planungsgesellschaft unter Guido Mirzadeh seinen Kunden umfassende Services rund um das Thema Gebäude an. Dazu gehört unter anderem das Managen von Gebäuden, also das Facility Management. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Handelt es sich hier einfach nur um das denglische Wort für „Hausmeisterdienste“? „Mitnichten“, erklärt der 42-jährige Betriebswirt in einem kurzen Interview.

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(c) epert/ photocase

Viele Außenstehende können auf Anhieb nicht viel mit der Begrifflichkeit „Facility Management“ (kurz FM) anfangen. Wie lässt sich der Aufgabenbereich von FM am besten erklären? 

GM: Viele verbinden mit dieser beruflichen Disziplin klassische Hausmeisterdienste à la Hausmeister Krause. Allerdings ist das grundsätzlich eine falsche Vorstellung. Beim Facility Management handelt es sich um einen ganzheitlichen, strategischen Managementansatz. Im Fokus steht die stetige Betreuung des jeweiligen Gebäudes bzw. der Liegenschaft mit all ihren Prozessen. Diese umfassen u.a. den langfristigen Erhalt der Bausubstanz, die kontinuierliche Überprüfung der technischen Funktionsfähigkeiten sowie die Anpassung an die wechselnden, aktuellen marktgerechten Bedürfnisse. Wir zeichnen uns verantwortlich für den ganzheitlichen „Lebenszyklus eines Gebäudes“ bzw. die optimale Betreuung und Nutzung einer Liegenschaft. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse, gepaart mit einem umfangreichen technischen Grundwissen, sind die Basis für ein erfolgreiches Facilitymanagement.

Wie lässt sich das Ziel von FA kurz zusammenfassen?

GM: Alle FM-Prozesse und Leistungen dienen einem übergeordneten Gesamtziel: Ertragssteigerung einer Immobilie bzw. eine langfristige Werterhaltung.

Das klingt sehr komplex, aber auch abwechslungsreich. Wie sieht ein klassischer Arbeitstag aus?

GM: Um ehrlich zu sein: Es gibt bei uns in der Branche keinen „klassischen Alltag“. Unsere Techniker (fälschlicherweise auch gerne mal Hausmeister genannt) werden jeden Tag in unseren Objekten, die wir betreuen dürfen, mit unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert. Diese „entdecken“ sie entweder bei ihren kontinuierlichen Rundgängen in den Objekten/Liegenschaften in Eigenregie oder aber die Mieter/Eigentümer kontaktieren uns proaktiv.  Sicherlich gehört da auch mal das Auswechseln einer Glühbirne dazu, aber in erster Linie stehen sie oftmals vor Herausforderungen, für die man ein technisches Verständnis haben muss – sprich, sie sehen das große Ganze. Und da, wo meine Techniker nicht weiterkommen oder weiter dürfen (z.B. bei elektrischen Anlagen, Brandschutzwartungen etc.), greifen wir auf unsere strategischen Dienstleister zurück. Auch das gehört zu den Aufgaben des FM: Koordination von Gewerken, um schnelle und kostengünstige Lösungen für Mieter bzw. Eigentümer zu schaffen. 

Was macht am meisten Spaß in diesem Berufsfeld?

GM: Für mich persönlich ist der größte „Spaß-Faktor“ der ständige Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen. Dazu gehört der regelmäßige Austausch mit den Eigentümern und Verwaltern der Immobilien sowie die kontinuierliche Kommunikation mit Mietern und externen Dienstleistern. Im Gegensatz zu anderen FM-Anbietern, wie beispielsweise der Strabag oder Wisag, sind wir ein kleiner Familienbetrieb. Unser USP ist ein festes Kernteam, das schon über Jahre erfolgreich arbeitet. Das erleichtert unsere Arbeit mit unseren Kunden, Mietern und Handwerkern erheblich, und ist zum Teil schon mehr freundschaftlich zu nennen. Erst letzte Woche feierte ein Mitarbeiter von mir sein 20-jähriges Dienstjubiläum. Wo gibt es das heute noch? Ich sag immer: Wir sind klein, aber fein. Unsere Prozesse bzw. Entscheidungswege sind kurz und schnell.  Das macht uns beweglich und wir finden immer eine zeitnahe Lösung für unsere Auftraggeber.